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31.07.2015

Errichtung der Wohnanlage für Flüchtlinge beginnt

Espelkamp. In der kommenden Woche fällt der Startschuss: Dann beginnen im Hindenburgring 28 die Arbeiten zur Errichtung einer Wohnanlage für Flüchtlinge und Asylbewerber. Das Gebäude entsteht in Modulbauweise, jeweils vier Personen teilen sich eine gemeinsame Wohnung mit Kochbereich und Nasszelle, maximal 32 Personen finden in dem Komplex Platz, zu dem auch ein Verwaltungstrakt, ein Gemeinschaftsraum sowie ein Wäsche- und ein Technikraum zählen.

„Die Wohnanlage ist ein wichtiger Baustein in unserem Gesamtkonzept zur Unterbringung von Flüchtlingen“, sagt Willi Hübert, Sachgebietsleiter Soziale Dienstleistungen bei der Stadt Espelkamp. Grundsätzlich halte man am Prinzip der dezentralen Unterbringung fest. „Am Hindenburgring sollen die Menschen nur für eine Übergangszeit wohnen. Wir streben an, dass sie nach spätestens drei Monaten in eine normale Mietwohnung wechseln“.

Die Stadt wolle diese Phase des Einlebens in Espelkamp nutzen, um sich intensiv um die Neubürger zu kümmern. „Wir werden im Verwaltungstrakt präsent sein und auch beobachten, wer mit Blick auf einen Wechsel in eine Mietwohnung am besten zueinander passt. Das dient der Konfliktvermeidung. Auch die Polizei soll regelmäßig als Ansprechpartner vor Ort sein“, erläutert Hübert. Wichtig ist dem Sachgebietsleiter, dass in der Anlage funktionierende Wohneinheiten entstehen, die jeweils über separate Zugänge verfügen. „Wir wollen keine Massenunterkünfte“.

Das Gebäude wird in U-Form errichtet und ist im Bedarfsfall um weitere Module erweiterbar. Im Innenhof wird noch ein Spielplatz entstehen. „Wir haben auch Wert auf eine ansprechende äußere Gestaltung gelegt“, betont Dominik Bulinski, zuständig für das städtische Gebäudemanagement. So erhalten die Fassaden die Logofarben der Stadt Espelkamp. Die Arbeiten werden etwa vier Wochen dauern, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 600 000 €.