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Kleine Aue

Die Kleine Aue ist neben der Großen Aue das bedeutenste Flachlandgewässer im Altkreis Lübbecke.

Sie hat von der Quelle bis zur Mündung eine Länge von etwa 20 Kilometern.
Bereits im letzten Jahrhundert ist mit dem Ausbau des Gewässers begonnen worden. In einer Urkarte von 1837 wird die Kleine Aue als "Neuer Canal" bezeichnet. Nach den verheerenden Hochwässern in den 50er und Anfang der sechziger Jahre wurde das Gewässer  im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren ausgebaut.

Die ersten Initiativen zur Umgestaltung der Kleinen Aue begannen bereits Mitte der 1990er Jahre. Hintergrund war die Absicht der Stadt Espelkamp, an der Kleinen Aue ein Regenrückhaltebecken zu bauen. Das veränderte Umweltbewusstsein zum einen und die Erfahrungen aus dem seit 1989 laufenden Pilotprojekt an der Großen Aue führte zu Überlegungen, anstatt einer punktuellen technischen Lösung eine Verbesserung des gesamten Gewässers zu erreichen. Die Stadt war bereit, für das im Sondereigentum stehende Gewässer die Trägerschaft zu übernehmen.

Folgende Ziele wurden definiert und dann auch erreicht:

  • Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Gewässerlaufes mit durchgängiger Gewässersohle
  • Wiederherstellung einer typischen, vielgestaltigen Gewässerstruktur Verringerung der Grundwasserflurabstände
  • Verbesserung der unnatürlichen Niederschlagsabflüsse durch Rückhaltung
  • Verringerung des Unterhaltungsaufwandes durch starke Beschattung
  • Verbesserung des Landschaftsbildes
  • Entwicklung einer extensiv genutzten, durch Grünland geprägten Kulturlandschaft

Heute präsentiert sich die Kleine Aue als ökologisch wertvolles Naherholungsgebiet, das zu erholsamen Spaziergängen einlädt.