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18.10.2017

Abwasserexperten tagen in Espelkamp - Vorreiterrolle im Gewässerschutz

Erfahrungsaustausch unter Kollegen, fachlicher Input und auch die Pflege des beruflichen Netzwerkes ist die Intention des jährlichen Treffens der Moderatoren der regionalen Netzwerke in der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., das jetzt in Espelkamp stattfand. 

Diese Netzwerke tagen unter dem Namen „Nachbarschaften“, weil sich dort Abwasserbetriebe regional zusammenschließen und mindestens einmal jährlich unter der Moderation eines erfahrenen Abwasserexperten auf einer Kläranlage oder einem Betriebshof zusammenkommen. Dann stehen für die Mitarbeiter benachbarter Anlagen die fachliche Weiterbildung, der Austausch über aktuelle Themen der Wasserwirtschaft und des Abwasserbetriebes auf der Tagesordnung. 

Eine Gruppe von etwa 45 Abwasserexperten/innen aus NRW ist auf Einladung von Hartmut Rüter von den Stadtwerken im Ratssaal zusammengekommen. Es standen eine Reihe von Fachvorträgen auf der Tagesordnung: Dr. Ulrike Düwel aus dem NRW-Umweltministerium in Düsseldorf sprach über das Problem des Fachkräftemangels in der Wasserwirtschaft und welche Ansätze in Kommunen verfolgt werden, um diesem Problem entgegenzuwirken. 

Dr. Mario Sommerhäuser, Emschergenossenschaft/Lippeverband, berichtete über die EU-Wasserrahmenrichtlinie und machte deutlich, wie stark der Kläranalagen- und Kanalbetrieb dazu beiträgt, die Gewässerqualität im Sinne der Vorgaben aus Brüssel zu verbessern. Eine Vorreiterrolle nehmen hier die Stadtwerke Espelkamp mit der gerade erfolgten Erweiterung der Kläranlage um eine vierte Reinigungsstufe ein. Diese eliminiert Mikroschadstoffe, die zum Beispiel durch Arzneimittel, Kosmetika oder Haushaltschemikalien in die Gewässer gelangen. 

Starkregen und Sturzfluten sind weiter Themen, die nicht nur in NRW hohe Priorität für die Wasserwirtschaft haben. Deshalb gab es dazu einen Vortrag von Bertold Reloe von der Stadt Münster, wo im Sommer 2014 ein Starkregen mit immensen Schäden niederging. Und um auch die Region rund um Espelkamp kennenzulernen, endete das Treffen mit einem geführten Stadtrundgang und der Besichtigung der Firma Meier Guss in Rahden.