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AUSVERKAUFT: Vortrag "Adel und gemeine Mark " im Schloss Benkhausen

Das Rittergut Benkhausen und die Lübbecker Mark
Vortrag: Sebastian Schröder M.A., Historiker

Vor der modernen Landwirtschaft. Zur Bedeutung von Marken und Gemeinheiten in Westfalen (1500-1800). In seinem Vortrag thematisiert Sebastian Schröder, was Marken bzw. Gemeinheiten sind und welche Bedeutung sie für die vormoderne Landwirtschaft besaßen.
Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Lübbecker Mark gelegt werden.

Der Vortrag thematisiert auch das Verhältnis zwischen dem Adel und der Bedeutung der Markenwirtschaft, dabei vor allem stets auf die Besitzer des Rittergutes Benkhausen bezogen.

Eine Anmeldung ist erforderlich. (Bitte per Mail) Die Gebühr ist an der Abendkasse zu entrichten. Kostenbeitrag: 8,00 €

Wir freuen uns auf den 1. Vortrag nach der Coronapause!

Datum:

16.09.2020

Uhrzeit:

19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Ort:

Schloss Benkhausen

Schlossallee 1
32339 Espelkamp

Kosten:

8,00 €
an Tageskasse (Anmeldung vorab online erforderlich)

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Adel und gemeine Mark. Das Rittergut Benkhausen und die Lübbecker Mark

Überall in Westfalen gab es sie: die Mark. Damit ist nicht etwa die bis 2002 im Umlauf gewesene Währung gemeint. Wenn die Mark also kein Zahlungsmittel darstellt, schließt sich zwangsläufig folgende Frage an: Was ist die Mark dann? Die Mark – anders genannt – Allmende oder Gemeinheit – stellt sich als ein von einem gewissen Kreis, den Markengenossen, genutztes Kollektiveigentum an einer bestimmten Fläche und den dazu gehörigen Ressourcen dar. Marken oder Gemeinheiten waren ein ganz bedeutender Aspekt der ländlichen Wirtschaftsweise. Etliche – um nicht zu sagen: alle – Bewohner Westfalens nutzten in irgendeiner Art und Weise die Erzeugnisse der Mark. Sie war ökonomischer Dreh- und Angelpunkt der vormodernen Landwirtschaft. Selbst für den Adel war sie unersetzlich, wie am Beispiel des Rittergutes Benkhausen gezeigt werden soll.

Benkhausen lag in der Lübbecker Mark, die sich über große Teile des späteren sogenannten „Altkreises“ Lübbecke erstreckte. Die Markenherrschaft übten Ritterschaft, Bürgermeister und Rat der Stadt Lübbecke aus. Damit gehörten auch die Besitzer des Rittergutes Benkhausen zu den führenden Kräften des Markenwesen, hingewiesen sei auf etwa auf den Einfluss von Heinrich von Münch im 17. Jahrhundert.

In seinem Vortrag „Adel und gemeine Mark. Das Rittergut Benkhausen und die Lübbecker Mark“ erläutert der Historiker Sebastian Schröder M. A. von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Bedeutung der Mark. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Lübbecker Mark und die Rolle des Rittergutes Benkhausen und seiner Besitzer gelegt. Der Vortrag thematisiert somit das Verhältnis zwischen dem Adel und der Relevanz des Markenwesens. Gleichzeitig wird gefragt, welche Personengruppen die Mark nutzen, welche Ressourcen dort zur Verfügung standen und wie die Nutzung organisiert wurde. Mit diesem Thema befasste sich Schröder bereits im Rahmen seiner Masterarbeit. Seine Studie wurde im Jahr 2018 dank einer großzügigen Förderung durch die Gauselmann-Stiftung unter dem Titel „Die Lübbecker Mark“ veröffentlicht.

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