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16.11.2020

Ordnungsamt kontrolliert Gottesdienste

Espelkamp. Immer wieder wird in der Diskussion über Corona-Schutzmaßnahmen auch in Espelkamp die Frage aufgeworfen, warum Gottesdienste mit einer Vielzahl an Teilnehmenden nach wie vor zulässig sind. Der Grund dafür ist der im Grundgesetz und den Landesverfassungen verankerte besondere Schutz der Religionsfreiheit. Er gilt bundesweit und natürlich auch in Nordrhein-Westfalen. Damit haben Gottesdienste grundsätzlich einen viel höheren Schutzstatus als zum Beispiel Theaterveranstaltungen oder Restaurantbesuche.

Natürlich gibt es aber auch hier Auflagen. Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung besteht in Gottesdiensten die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Ausnahmen davon gelten nur für Vortragende, bei Vorlage eines ärztlichen Attestes und für Kinder bis zum Schuleintritt. 

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Dieser darf nur unterschritten werden beim Zusammentreffen mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes, jedoch auch in diesen Fällen nur mit höchstens insgesamt zehn Personen.

Schließlich ist auch bei Gottesdiensten die besondere Rückverfolgbarkeit der Teilnehmenden zu gewährleisten. Es muss also schriftlich genau festgehalten werden, wer wo gesessen hat.

Das Ordnungsamt der Stadt Espelkamp kontrolliert intensiv, ob die Vorgaben eingehalten werden. Am Sonntag hat es zum Beispiel die Gottesdienste aller Freikirchen im Stadtgebiet besucht. In einem Fall wurde ein Verstoß gegen die Schutzverordnung festgestellt. Die Behörde ist sofort eingeschritten und geht dem Vorfall nun nach.