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12.09.2019

Rußrindenkrankheit an städtischen Ahorn-Bäumen nachgewiesen

Espelkamp. Die letzten zwei Jahre haben durch extreme Hitze, ausbleibende Niederschläge und Trockenstress die Wachstumsbedingungen für alle Bäume in einem noch nicht abzusehenden Ausmaß beeinträchtigt. 

So kann jetzt auch die Pilzart „Cryptostroma corticale“ wirksam werden. Von der sogenannten Rußrindenkrankheit sind aktuell hauptsächlich Bergahorn betroffen. Die Blätter welken, die Baumkrone stirbt ab und die Rinde reißt länglich auf. Darunter befindet sich ein schwarzer, rußartiger Belag, der auch der Krankheit ihrem Namen gab. Der Befall führt zu einem schnellen Absterben, oft innerhalb einer Vegetationsperiode, des Baumes. 

Im Zuge der Arbeiten im städtischen Baumbestand waren zunehmend auch Ahornbäume auffällig. Das beauftragte Unternehmen und Mitarbeiter des Bauhofes vermuteten als Grund bereits die sogenannte ‚Rußrindenkrankheit‘. Zur Absicherung wurden Proben im Labor untersucht. Die vorliegenden Ergebnisse haben den Verdacht leider bestätigt. 

In Fachkreisen wird bei einem Befall die sofortige Entfernung der betroffenen Bäume empfohlen. Zum einen soll so die weitere Verbreitung der Sporen möglichst unterbunden werden, zum anderen nimmt die Standfestigkeit der Bäume sehr schnell ab. 

Die Sporen sind auch für den Menschen gesundheitsschädlich. Dies gilt besonders wenn bei der Bearbeitung eine hohe Konzentration von Sporen freigesetzt wird und es so zu einem intensiven Kontakt kommt. 

Aus den vorgenannten Gründen werden ab der 39. KW umfängliche Fällarbeiten im Bereich der Beuthener Straße und der Isenstedter Straße stattfinden. Diese Arbeiten werden unter besonderen Schutzmaßnahmen, auch für die ausführenden Mitarbeiter ausgeführt, um mögliche gesundheitliche Auswirkungen der Sporen zu vermeiden. Des weiteren sind für das anfallende Holz besondere Entsorgungsmaßnahmen notwendig, um das Freisetzen von Sporen zu vermeiden. Daher ist auch eine weitere Verwendung z.B. als Brennholz ausgeschlossen.